Sehen wir uns demnächst in der Praxis?
Aufnahme einer Fluoreszenzangiographie

Fluoreszenz-Angiographie

Um z.B. eine feuchte altersabhängige Makuladegeneration zu erkennen, wird die sogenannte Fluoreszenz-Angiographie genutzt. Mit ihr lassen sich die feinen Blutgefäße der Netzhaut hervorragend darstellen. Für diese Untersuchung injiziert man dem Patienten einen Farbstoff (Fluorescein) in die Armvene. Der Farbstoff verteilt sich über das Blut im ganzen Körper und auch in den Blutgefäßen des Auges. Dort erfasst eine spezielle Kamera die Verteilung des Farbstoffs.

Eine trockene AMD kann in die aggressivere feuchte Form der AMD übergehen. Mit der Fluoreszenz-Angiographie lassen sich die charakteristischen Veränderungen der feuchten AMD bereits im Frühstadium erkennen. Denn bei einer feuchten AMD bilden sich neue, brüchige Blutgefäße in der Netzhaut, aus denen Blutzellen, Entzündungszellen und (fetthaltige) Flüssigkeit austreten, die die empfindlichen Netzhautzellen schädigen. Dadurch kommt es zu erheblichen Beeinträchtigungen des Sehens, wie z. B. einer Minderung der Sehschärfe (Visusverlust).

Bei dieser Untersuchung werden die Pupillen mit speziellen Augentropfen erweitern. Es werden immer beide Augen untersucht – selbst dann, wenn nur ein Auge AMD-typische Sehstörungen aufweist. Unsere Augen sind so programmiert, dass sie sich gegenseitig unterstützen und das gesunde Auge lange Zeit die Schwächen des betroffenen Auges ausgleicht. Fallen uns dann die ersten Symptome auf, ist das vermeintlich gesunde Auge häufig ebenfalls betroffen.

(Foto: L. Bacud, Lizenz: CC BY-SA 3.0)